RoarAudio/Vorlage Vortrag (1h)

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Was ist RoarAudio?
Ziel 
ein Vortrag über RoarAudio vor einem Unixpublikum mit keinen oder kaum Vorwissen zum Thema.
RoarAudio Logo

Der Autor[Bearbeiten]

Philipp ph3-der-loewe Schafft, Software Entwickler und Projekt Urheber.

Abstrakt[Bearbeiten]

RoarAudio ist ein Sound-Server für POSIX konformen Betriebssysteme (GNU/Linux, *BSD, Mac OS X und andere) unter aktiver Entwicklung. Er bietet gegenüber anderen Sound-Servern zusätzliche Funktionen für den Betrieb in kleinen Radio und TV Studios, aber auch für den Heimgebrauch. Dieser Vortrag soll einen Einblick in RoarAudio, seine Funktionalität und Funktionsweise sowie damit verbunden Problemstellungen auf einfachem Niveau bieten. Den Abschluss bildet eine Demonstration.

Vortrag[Bearbeiten]

Was ist RoarAudio?[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 5 Minuten)


RoarAudio ist ein Soundserver.

Was ist ein Soundserver[Bearbeiten]

Ein Soundserver ist eine Programm dass im Hintergrund Audio Daten mischt und das Ergebnis weiter leitet, meist an eine Soundcard.

Soundserver werden benötigt wenn wenn das unterliegende Audio-Ausgabegerät nur einen einzigen Datenstrom zu einer Zeit verarbeiten kann (Single Stream Soundcards). Sie stellen eine Art virtuelle Soundcard dar zu der Programme wie Player ihre Daten schicken können um eine simultane Ausgabe mit zum Beispiel Notify-Sounds von Chat Clients oder ähnlichem zu ermöglichen.

Sie bieten meist weitere Funktionen wie das Mischen unter Berücksichtigung von verschiedenen Pegeln. Einige Soundserver ermöglichen auch die Benutzung von Netzwerken zur Übertragung von Audio Daten für die Wiedergabe auf einer anderen Maschine. Dies beides kann auch RoarAudio.

Projekt Ziele[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 10 Minuten)


Das Projekt verfolgt im Prinzip das Ziel, eine leistungsfähige Mischsoftware für den Studio Betrieb zur Verfügung zu stellen, aber dennoch ein Produkt zu liefern das auch für den Heim-Anwender angemessen ist.

für Heim-Anwender[Bearbeiten]

Heim-Anwender Teilen sich in zwei Gruppen auf: Die größere Menge interessiert es nicht wieso Musik aus den Lautsprechern kommt, Hauptsache sie tut es. Für diese Gruppe muss RoarAudio einfach out of the box funktionieren. Die andere Gruppe sind Anwender die mehr machen wollen. Hier soll RoarAudio ein leistungsstarkes Backend sein das möglichst Ressourcen schonend alle gewünschten Funktionen anbietet.

Im Studio Betrieb[Bearbeiten]

Wie oben schon angedeutet ist RoarAudio aber im Studio-Einsatz wesentlich interessanter: in einem klassischen Studio steht meist ein großes analoges Mischpult. Dies ist eine wundervolle Sache solange man primär analoge Eingänge braucht: beispielsweise von einer Band. In heutigen Radio- und Fernsehstudios kommen aber die meisten Kanäle aus dem Rechner oder anderen digitalen Geräten wie CD Spielern.

Ein analoges Mischen hat hier nun mehre Nachteile, die wichtigsten sind wohl:

  • Analoges Rauschen
  • Verzerrungen im Frequenzgang
  • Klirren
  • (Quantisierungsrauchen (DAC->ADC))

Eine Alternative wäre in einigen Fällen sicherlich ein Digital-Mischpult. Diese sind aber meist sehr teuer.

RoarAudio kommt hier als erst einmal reine Software-basierende Lösung. Natürlich ist es möglich über die Steuerschnittstellen auch externe Hardware anzuschließen. Hier gibt es auch Planungen, ein Hardware Frontend zu entwerfen das dann kostengünstig zu haben ist.

Was hebt RoarAudio hervor?[Bearbeiten]

Hier Sollen einige der besonderen Fähigkeiten von RoarAudio erläutert werden.

Codecs[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 4 Minuten)


RoarAudio zeichnet sich dadurch aus daß er zusätzlich zu PCM Rohdaten auch höher Codecs versteht. Dies hat mehre Vorteile:

  • Der Server kann Streams in höheren Codecs selbstständig verarbeiten. Dies ist zum Beispiel wichtig um Webradio als Background Stream abzuspielen.
  • Es ist dem Server möglich direkt Streaming-Server wie icecast zu bedienen. Es ist keine weitere lange pipe nötig um Webradio zu senden. Dies verringert die Störanfälligkeit erheblich und verringert die Latenz, da pipe-Puffer entfallen.
  • Auch ist es nur mit stark komprimierenden Codecs möglich über die dem Heim-Anwender zur Verfügung stehenden Schmalband-Anschlüsse Audio entweder von Client zu Server oder zwischen zwei Servern auszutauschen. Auch eine Kopplung über ISDN Kanäle ist so möglich.

Netzwerk-Transparenz[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 2 Minuten)


RoarAudio ist Netzwerks-transparent, das heißt das Applikationen keinen Unterschied sehen zwischen Verbindungen mit einer lokalen Instanz oder einer auf einem anderen Rechner.

Zu diesem Zweck werden mehre Protokolle unterstützt: UNIX Domain Sockets für lokale Verbindungen sowie TCP/IP und DECnet für Verbindungen mit entfernten Rechnern. Auch existiert Support für verschiedene Proxy Typen. Des weiteren besteht die Möglichkeit Server im Lokalen Netzwerk mittels OpenSLP automatisch zu finden (so genanntes ZeroConf).

Meta Daten[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 2 Minuten)


RoarAudio hat die Fähigkeit auf per Stream Basis Metadaten ab zu legen. Die Mechanismen sind denen von Vorbis Comments nachempfunden können aber prinzipiell mehr. Einiges davon ist allerdings noch nicht vollständig implementiert.

Es besteht neben dem manuellen Setzen die Möglichkeit daß ein Player sie setzt und das roard sie selbstständig setzt. Im letzteren Falle werden diese von verschiedenen anderen Streams zusammen gesetzt. Dies kann nützlich sein um automatisch beim Streaming die Metadaten von einem Player zu übernehmen um die Titel-Informationen weiter zu führen. Manuelles setzen mag als Beispiel interessant sein um den Sendernamen zu setzen.

Kompatibilitäts Bibliotheken und Binarys[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 4 Minuten)


Viele Programme haben keine Unterstützung für RoarAudio, was nun?

Um dieses Problem zu lösen gibt es diverse Kompatibilitäts-Bibliotheken und Kompatibilitäts-Binarys. Kompatibilitäts-Bibliotheken stellen Bibliotheken dar welche binär-kompatibel andere Audio Systeme emulieren. Dazu müssen sie schlichtweg einfach anstelle der Bibliothek des entsprechen Systems installiert werden und leiten dann alle Anfragen an RoarAudio weiter. Dies geschieht natürlich nur im Rahmen des Funktionsumfang der entsprechenden Bibliothek.

Die mit Abstand wohl wichtigste ist libroaresd, welche das EsounD Interface emuliert. Das EsounD Interface wird von den allermeisten Applikationen unterstützt da es das wohl älteste Soundserver Interface ist. Es existiert seit 1998.

Weitere Kompatibilitäts Bibliotheken gibt es für das YIFF Sound System, KDEs aRtsc, PulseAudio und OpenBSD sndio. Zusammen mit den existierenden Plugins deckt dies nahezu den vollständigen Player Markt für GNU/Linux und BSD ab.

Die Kompatibilitäts-Binarys funktionieren im Grunde gleich wie die Bibliotheken: Sie werden anstatt der Orginale installiert und leiten alle Anfragen weiter. Sie werden vorallem für Kompatibilität mit (Shell-)Skripten benötigt.

Neben dem direktem Installieren dieser Kompatibilitäts Layer lassen sie sich auch getrennt installieren und bei bedarf mittels des Programms roarify aktivieren:

$ roarify myapp ...
Welche Schnittstelle für was?[Bearbeiten]

Aktuelle liste hier entnehmen: RoarAudio/Installation und Einrichtung Sektion Kompatibilitäts Layer.

Konzepte und Architektur[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 1 Minuten)


RoarAudio ist zwar in C geschrieben aber größtenteils Objekt-orientiert. Er umfasst im Moment etwa <<<aktueller wert hier einsetzen>>> tausend Zeilen C. (EsounD kommt auf rund 15 tausend, PulseAudio 74 tausend und aRts auf 130 tausend).

Clients und Streams[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 5 Minuten)


Vor allem wichtig und nach Außen hin sichtbar sind die Client und Stream Objekte. Ein Client Objekt verkörpert einen (Netzwerk) Client, zum Beispiel einen Player oder ein Steuerprogramm wie roarctl. Es kann auch Stream Objekte assoziiert haben (Beispielsweise im Falle von Abspielen von Musik).

Ein Stream Objekt stellt einen eigentlichen Audio Datenstrom dar. Dieses Objekt beinhaltet diverse Informationen über den Datenstrom: Informationen wie roard ihn auslesen kann, Sample Rate/Bits/Channels, Meta Daten und vieles mehr. Ein Stream gehört immer zu einem Client, wobei der Client auch roard selbst sein kann. Er lässt sich durch attachen wechseln. Dies kommt zum Einsatz um Hintergrund-Streams zu ermöglichen.

Bei jedem Audio Datenstrom der in den roard hinein oder heraus fließt handelt es sich um einen Stream. Dies schließt Datenströme zu Geräten wie Soundcards mit ein. Viele andere Soundserver behandeln Soundcards getrennt von den Streams der Clients. Hier unterscheidet sich RoarAudio deutlich. Die strickte Gleichbehandlung aller Datenströme in RoarAudio sorgt für eine maximale Flexibilität.

Driver[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 2 Minuten)


Ein Driver ist ein Objekt das eine Schnittstelle zur Verfügung stellt um externe Ressourcen anzusprechen, die sich nicht der UNIX IO Philosophie entsprechend verhalten (Erweiterte Handshake zum Beispiel). Dies können Soundcards oder auch Streaming Server sein. Hierzu zählen als Beispiel der OSS (Open Sound System) und der libshout (Icecast) Treiber.

Codecfilter[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 2 Minuten)


Bei den Codecfiltern handelt es sich um ein Abstraktions Layer welches roard die Möglichkeit gibt höhere Codecs zu sprechen wie etwa Ogg Vorbis. Einige Codecfilter können nur Lesen andere auch Schreiben. Wird ein Stream mit einem unterstützen Codec aufgebaut so wird automatisch eine Instanz eines passenden Codecfilters erzeugt. Sie verhalten sich somit weitgehend transparent.

Sonstiges[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 0 Minuten)


Win32 Port[Bearbeiten]

Es existiert ein experimenteller Win32 Nativ-Port der RoarAudio Bibliotheken, des roards sowie einiger weiterer grundlegender Hilfsprogramme. Die Funktionalität ist hier aber recht eingeschenkt.

RoarAudio ist des weiteren in Cygwin lauffähig. Unter Cygwin können deutlich mehr funktionen als nativ genutzt werden. Allerdings sind hier auch einige Einschränkungen vorhanden.

Beide Optionen lassen sich nahezu beliebig kombinieren.

Neben einigen Nativen Plugins besteht auch die Möglichkeit einige Win32 Applikationen mittels pseudo Web Radio Streams anzubinden.

MP3[Bearbeiten]

  • Kein Streaming
  • Keine Meta Daten
  • Schlechte Qualität
  • Patente

Querverweise[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 5 Minuten)


RAUM Media Container
Für RoarAudio entwickelter Container, vor allem für Speex und CELT.
Icecast - Multimedia streaming server
Software für Webradio und WebTV streaming.
Xiph.Org Foundation
Organisation zur Entwicklung von freien Codecs.
SIP
Standard für VoIP - Internet-Telephonie.

Vorführung[Bearbeiten]

(Geplante Zeit: 15 Minuten)


  • Allgemeiner Betrieb
  • Kompatibilitäts Bibliotheken

Fragen[Bearbeiten]

  • immer gerne